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Wie schütze ich mich gegen Ransomware und Viren?

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Windows

Ein falscher Klick und schon ist es passiert: Ransomware übernimmt deinen Rechner. In den meisten Fällen bedeutet das den Verlust von wichtigen und persönlichen Daten.

Antiviren-Programme, Anti-Spyware-Tools oder auch Browser-Plugins gibt es massenhaft im Internet. Trotz der vermeintlichen Sicherheit schaffen es Cyber-Kriminelle immer wieder mit sogenannter Ransomware über E-Mails kommen sie an den meisten Tools vorbei. Besonders anfällig für diese Erpressungs-Trojaner sind Nutzer, die allzu sorglos mit E-Mail-Anhängen umgehen oder unvorsichtig beim Surfen im Internet sind.

Was ist Ransomware?

Ransomware oder auch Erpressungs-Trojaner nennt man Software, die dir als Nutzer den Zugriff auf deine eigenen Daten (oder gleich den ganzen Rechner) sperrt (verschlüsselt) und erst gegen eine Zahlung eines Lösegelds wieder freigibt. Die bekanntesten Beispiele für Ransomware sind die Trojaner PetyaLockyTeslacrypt und CryptoWall. Dabei unterscheidet man zwischen zwei Erpressungs-Trojanern Varianten:

  • Kryptotrojaner (auch Verschlüsselungs-Trojaner genannt) verschlüsseln Dateien und machen sie so, für dich als Nutzer, unbrauchbar.
  • Lockscreen-Trojaner lassen die Dateien selbst unangetastet. Stattdessen beschneiden sie die Eingabemöglichkeiten des Rechners so, dass keine Nutzung mehr möglich ist. Üblicherweise verhindert ein Sperr-Bildschirm (Lockscreen) die  Funktion des Systems.

Besonders sinnfrei für Erpresser und ärgerlich für den Nutzer sind Trojaner die Daten überschreiben. In diesem Fall hat niemand mehr davon etwas.

Die Aufforderung zur Zahlung eines Lösegelds, per eingeblendetem Vollbild-Hinweis, haben alle Ransomware-Arten gemeinsam. Die Erpresser bieten als Gegenleistung ein Passwort, beziehungsweise Key, zur Entschlüsselung der Daten oder eine Freischaltung des Rechners an.

WICHTIG!: Dieser Aufforderung der Zahlung solltest du in keinem Fall nachkommen!

Wie kann ich mich vor Ransomware schützen?

Es gibt keinen 100% Schutz. Es ist aber durchaus möglich, sich einen gewissen Schutz aufzubauen. Dazu gehören Verhaltensregeln im Umgang mit dem Internet und deinen E-Mails. Auch Pflichtprogramme wie ein Antiviren-Programm und Abläufe wie Backups gehören zu jeder Strategie.

  • Backups anlegen
    Immer wieder und wieder dasselbe Thema. Lege Backups an. Backups anlegen ist immer noch die beste Methode sich vor Datenverlust zu schützen. Wichtig ist in diesem Fall zu schreiben, dass die Backups nicht dauerhaft an den PC angeschlossen werden dürfen. Ausgeschlossen sind also Backups, die im Netzwerk, als USB Festplatte oder auf dem System selber gespeichert werden. Denkbar wären Backups in einer externen Cloud oder einer externen Festplatte, die nicht am Rechner oder im Netzwerk angeschlossen bleibt.
  • Updates und Patches installieren
    Auch wenn es nervt, mache Updates und Patche dein System und die Programme. Jede Software, von deinem Betriebssystem bis zu dem Antiviren-Programm, birgt potenzielle Sicherheitslücken. Um Sicherheitslücken zu minimieren, solltest du zeitnah Patches und Updates einspielen.
  • Unsichere Websites vermeiden
    Unsichere Websites sind ein großes Risiko, denn sie versuchen beim Öffnen schon eine Schadsoftware zu installieren. Leider kann man nie genau sagen, ob eine Website sicher ist oder nicht. Auch Browser Erweiterungen können zu Sicherheitslücken führen. Teilweise bieten Adblocker oder auch Antivirensoftware einen gewissen Schutz im Internet.
  • Vorsicht bei Links, Dateianhängen von E-Mails
    Links in E-Mails können dich zu Websites führen, die optisch vom Original nicht zu unterscheiden sind. Fahre mit deinem Mauszeiger über den Link (ohne zu klicken) um die vollständige Adresse zu sehen. E-Mails mit Anhängen, dessen Absender dir nicht bekannt ist, solltest du prinzipiell nicht öffnen. Sei gerade bei folgenden Endungen besonders misstrauisch: .asf, .exe, .avi, .mov, .mpg, .bat, .scr, .zip, .rtf, .doc, .pif, .reg sowie .vbs
  • Dateiendungen bei Dateitypen einblenden lassen
    Windows blendet in seinen Standard Einstellungen leider Dateiendungen aus, was zu einem Sicherheitsrisiko führt. Ein Dokument.pdf ist, bei ausgeblendeter Dateiendung, nicht unbedingt eine PDF-Datei. Dies könnte dann auch eine Dokument.pdf.exe sein und wäre damit ausführend. Deswegen musst du in den Optionen des Windows-Explorers den Punkt „Erweiterungen bei bekannten Dateientypen ausblenden“ deaktivieren, damit Windows den Dateinamen mit Dateiendung vollständig anzeigt.

Was kann ich tun, wenn ich Opfer einer Ransomware geworden bin?

Solltet du bemerken oder eine Meldung darüber haben, dass du von einer Ransomware befallen bist, gibt es nicht mehr viel zu tun, außer erst einmal alles zu trennen. Schalte deinen PC aus und nehme ihn vom Netz. Danach solltest du das Ganze jemandem überlassen, der sich damit auskennt.

Auf keinen Fall solltest du bezahlen. Verbrechen sollte auf keinen Fall unterstützt werden. Dazu gibt es keine Garantie, dass du mit einer Zahlung deine Dateien auch wieder erhältst.

Ich wünsche dir viel Glück

Dannys

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